Beim Mastgeflügel unterscheidet man die Funktionsbereiche des freien Bewegungs- und Scharraums, den Fütterungsbereich, Tränkebereich, Außenscharrraum und die Weide.

 

Bodenfläche

Mastgeflügel wird auf einer eingestreuten Ebene am Boden gehalten.
Als Einstreu werden Häckselstroh, Hobelspäne, Dinkelspelzen oder Softcell verwendet.
Wichtig ist eine hohe Qualität der Einstreu (kein verpilztes Stroh einsetzen).
Besonders bei Bio-Puten muss auf höchste Stallhygiene geachtet werden!

 

Stallklima

Ein optimales Stallklima hinsichtlich Licht, Luft und Temperatur sind entscheidend für das Wohlbefinden der Tiere. Speziell Kücken haben am Anfang ein hohes Wärmebedürfnis (32 - 33°C im Tierbereich). D.h. der Stall muss  isoliert und beheizbar sein und über ein gutes Zu-und Abluftsystem verfügen.

Fütterungsbereich

Heute sind bei größeren Beständen vorwiegend automatische Spiralfütterungen mit speziellen Futterschalen in Verwendung. In kleineren Ställen auch Handfutterautomaten. In der Kükenaufzucht werden eigene Futterbehälter eingesetzt (flache Futterschalen, Eierhöcker etc.).

 

Tränkebereich

Verwendung finden bei Masthühnern vorwiegend Nippeltränken, bei Mastputen Rundautomaten oder Cuptränken.
Für ausreichend und sauberes Tränkewasser ist zu sorgen.

Außenscharrraum

Der Außenscharrraum (Kaltscharrraum) ist ein überdachter, eingestreuter und mit einem Wind- und Regenschutz versehener Bereich des Hühner- oder Putenstalles mit betonierter Bodenfläche, in dem Außenklima vorherrschen soll.
Über den Außenscharrraum erfolgt der Zugang zur Weide.

Weide

4 m2 begrünter Auslauf muss jedem Masthuhn, 10 m2 jeder Pute tagsüber uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
Die Weide wird von den Tieren gut angenommen, wenn ihnen ausreichend Unterschlupf- und Fluchtmöglichkeiten angeboten werden (Bäume, Sträucher, Schattenhütten…).

Wolfgang Kober/Markus Danner

Mindestauslaufflächen Mastgeflügel

Masthühner und Perlhühner: 4 m2/Tier
Enten: 4,5 m2/Tier
Truthähne: 10 m2/Tier
Gänse: 15 m2/Tier


Bei allen erwähnten Arten darf die Obergrenze von
170 kg N pro ha und Jahr nicht überschritten werden!

offene Auslaufklappen für Luft, Licht, Bewegungsmöglichkeit und ein würdiges Hühnerleben
Masthühnerstall mit Maximalbesetzung

Foto: BIO AUSTRIA

Um einen großen Tierbestand hygienisch, veterinärmedizinisch und ethisch einwandfrei managen zu können, sind große Sorgfalt und ein hohes Maß an verantwortungsvollem Tierhaltergeschick erforderlich!

Grüne Weide, Luft und Sonne tut jedem Mastvogel gut!

Foto: BIO AUSTRIA