Bio Speiseweizen

anspruchsvoll,
Kleegras oder Körnerleguminosen sind gute Vorfrucht, sicherere Speisequalität (13 % RP) nach mehrjährigem Kleegras

weitere mögliche FF-Glieder:
mehrjähriges Kleegras-Hafer-Winterweizen, Hafer schließt organische Masse gut auf und mobilisiert Mengen an Phosphor, durch den relativ geringen N-Bedarf hat er mehr positive Einflüsse als Konkurrenzwirkung

alle anderen Getreidearten als Vorfrucht meiden (Fußkrankheiten)!

Weizen braucht gute Vorfrucht

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA

Bio Roggen

Speiseroggen

nach Getreide, selten nach Leguminosen, weil Qualitätsminderungsgefahr! siehe Dinkel

danach Sommergetreide oder aufbauende Kulturen, Tiefwurzler,
trockenheitstolerant, liebt auch Hackfrüchte als Vorfrucht (Kartoffel, Silomais)

Futterroggen

wie Speiseroggen, hinterlässt unkrautfreies Feld wegen gutem Unterdrückungsvermögen
(starke Bestockung und Wuchshöhe)

Roggen ist selbstverträglich

auf dem Feld steht eine Kultur; eine deutliche Trennlinie markiert die unterschiedliche Vorjahresbewirtschaftung!
Roggen

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA

Bio Dinkel, Emmer Einkorn

Dinkel

Stellung in der FF eher abtragend, nach Weizen, Triticale, Sommergetreide,
Leguminosenvorfrüchte sind Luxus und führen eher zu Qualitätsminderung  v.a. durch Lagergefahr (keine standfesten Sorten) als zu einem Mehrertrag
nach Dinkel folgen aufbauende Kulturen

Emmer, Einkorn

Einkorn ist ein Wechselgetreide und kann im Herbst und im Frühjahr ausgesät werden, Herbstsaaten sind aber konkurrenz- und ertragsstärker

Dinkel ist nach wie vor eine Option für Direktvermarkter und -verarbeiter!
Dinkelfeld in Vorarlberg

Foto: BIO AUSTRIA/Theurl

Bio Triticale, Futterweizen

Triticale

in Futterbau-FF nach aufbauenden Kulturen,
wenn Wirtschaftsdünger zur Verfügung stehen oder Speisegetreide bzw. Mais in der FF auch schlechter

Futterweizen

selbe FF-Stellung wie Triticale, wo Wirtschaftdünger verwertet werden sollen auch schlechtere Stellung, Nährstoffbedarf etwas höher als bei Triticale

Bio Gerste

Braugerste

eher abtragend, wenn nur mehr wenig N-Reserven vorhanden, weil niedriger Rohprotein- Gehalt für Mälzeignung erwünscht ist

Wintergerste

anspruchsvoll, intensive Stellung nach aufbauenden Kulturen,
ev. auch Legu-ZF, die auch im Frühjahr des nächsten Jahres noch N nachliefern- dort hat W-Gerste größten Bedarf
wenn Wirschaftsdünger zur Verfügung auch schlechtere FF Stellung

Sommergerste

Meist abtragend, oft auch nach Hackfrüchten- ev. mit Zwischenfrucht,
Leguminosenzwischenfrüchte und Wirtschaftdünger werden gut verwertet,
kann sehr gut als Deckfrucht für Klee(gras)anlage verwendet werden, dann aber lange Sorten verwenden
nicht vor Weizen! überträgt Halmbruchkrankheit

WG ist relativ anspruchsvoll in Bezug auf Nährstoffverfügbarkeit im zeitigen Frühjahr
Wintergerste

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA

Bio Hafer

Speisehafer

guter P-Aufschließer, sehr gute Wurzelleistung
Tiefwurzler unter den Getreidearten, nicht zu intensiv stellen

wird oft auch nach mehrjährigem Kleegras u.ä. gestellt weil Hafer mit dem großen Angebot an organischer Masse gut umgehen und diese aufschließen kann

Futterhafer

Steht meist abtragend, nach Wintergetreide, Mais, Kartoffel, Lagergefahr bei zu intensiver Düngung

Bio Mais

Körnermais

Steht meist nach aufbauenden Kulturen oder nach Wintergetreide plus Leguminosenzwischenfrucht
Rotklee als Vorfrucht liefert den N oft erst zur Abreife
besser Kleearten mit niedrigem C:N- Verhältnis oder Rotklee - Getreide - Mais

Silomais

Steht sehr oft nach Kleegras, kann aber, wenn Wirtschaftsdünger zur Verfügung steht auch gut nach Getreide stehen
langsame Jugendentwicklung, auf Unkrautfreiheit achten

max 20% in der Fruchtfolge

Biolandbau erlaubt auch Maisanbau; optimales Bewirtschaftungsmanagement vorausgesetzt!
Silomais mit Sortenmix

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA

Bio Körnerleguminosen

Soja

Stellt wenig Ansprüche an die Vorfrucht, wichtig ist Unkrautfreiheit des Ackers, ist gewissermaßen selbstverträglich

Ackerbohne

Stellt geringe Ansprüche an die Vorfrucht, gilt als aufbauende Kultur, N-Vorrat im Boden ist hinderlich
Wintergetreide soll folgen
Anbaupausen einhalten!

Körnererbse

Stellt geringe Ansprüche an die Vorfrucht, gilt als aufbauende Kultur, N-Vorrat im Boden ist hinderlich, Erbsen in der ZF und am besten auch am Nachbarfeldstück wegen der möglichen Schädlinge vermeiden, ZF soll folgen, dann am besten Wintergetreide
lange Anbaupausen! mind. 6 Jahre

Wicke, Platterbse

Stellt geringe Ansprüche an die Vorfrucht, gilt als aufbauende Kultur, N-Vorrat im Boden ist hinderlich, ZF soll folgen, dann am besten Wintergetreide

Lupine

Stellt geringe Ansprüche an die Vorfrucht, gilt als aufbauende Kultur, N-Vorrat im Boden ist hinderlich, ZF soll folgen, dann am besten Wintergetreide

wachsendes Interesse an Sojaanbau

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA

auch bei Leguminosen darf der notwendige Anbauabstand nicht übersehen werden
Ackerbohne

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA

Bio Kartoffel

iddealerweise nach Getreide und Körnerleguminosen
jeweils aber mit Zwischenfrucht
Kartoffel selbst ist neben den Leguminosen die „Königin der Vorfrüchte“,  weil sie so einen garen Boden hinterlässt
am besten folgt Wintergetreide

Biokartoffel

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA

Bio Buchweizen, Hirse

Hirse

Hirse kann sowohl nach Mais als auch nach Getreide angebaut werden
Nach Luzerne besteht die Gefahr des Lagerns, welche sich nachteilig auf die Qualität der Hirse auswirkt
Wegen Hirsebrand 4 Jahre Anbauabstand

Buchweizen

Den Buchweizen sollte man nach Getreide oder Mais in der Fruchtfolge einsetzen
Nach Kleegras sollte der Anbauabstand 2-3 Jahre betragen da bei zuviel Stickstoffnachlieferung der Buchweizen vermehrt Stroh bildet und kaum Körner!

Bio Ölfrüchte

Sonnenblume

Auf Vorfrüchte hat die Sonnenblume sehr geringe Ansprüche und steht somit abtragend, sie vermag Nährstoffe zu mobilisieren, welche für andere Kulturen nicht mehr verfügbar sind
entzieht dem Boden viel Wasser
Durchwuchs in Folgekultur beachten, am besten Klee(gras)
bzgl. Krankheiten Abstand zu Soja, Raps etc. wegen Sclerotiniagefahr

Leindotter

Selten als Reinkultur, oft in Mischkultur, Kreuzblütler- somit Abstand zu anderen einplanen, sonst anspruchslos,
ev. Durchwuchsgefahr in Folgekultur, kein 100% sicheres Abfrosten

Öllein

Abtragend, bodengesundend, vgl. Hafer, nur geringer Nährstoffbedarf
zu hohe Stickstoffversorgung kann zur Lagerung führen, kurze Vegetationszeit, braucht v.a. selbst einen Anbauabstand von ca. 7-8 Jahren, Leinmüdigkeit!

Raps

Sehr gut geeignet für getreidestarke Fruchtfolgen und als Folgekultur nach Getreide oder Körnerleguminosen
nimmt viel N im Herbst auf, konkurrenzstark gg. Beikräuter
4- 5 Jahre Anbauabstand zu anderen Kreuzblütlern, auch in den Zwischenfrüchten!

Ölkürbis

Nach Getreide oder Leguminosen, selbst wieder gute Vorfrucht für Getreide
Späträumende Vorfrüchte mit Verdichtungen bei der Ernte vermeiden (Mais, Zuckerrübe, Kartoffel,...)

ob Kerne, Öl oder die Blume genutzt wird, jedenfalls ein Eyecatcher in der Landschaft
vielseitige Sonnenblume

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA