Intensivwiesen

Dringend notwendig sind Futterflächen, die ein energiereiches und rohfaserarmes Grundfutter bereitstellen.
Dieses Futter stammt von Wiesen mit einer hohen Schnittfrequenz und einem frühen ersten Schnitt. Für hohe Grundfutterleistungen sind entsprechend intensive Bewirtschaftungskonzepte und -flächen notwendig.
Intensiver genutzte Wiesen sollen bestes Grundfutter mit hohen Energie- und Eiweißgehalten sowie geringen Rohfaserwerten liefern. Aus diesem Grund muss die Mahd zum Zeitpunkt des Ähren-/Rispenschiebens erfolgen.
Durch den frühen Mahdzeitpunkt ergeben sich mehrere Schnitte pro Jahr und somit kommt es automatisch auch zu einer Intensivierung.
Eine Schnittintensivierung bedarf auch immer einer Anpassung des Futternachschubs für den Boden bzw. das Bodenlebens. Alle Flächen mit dem Gießkannenprinzip gleich stark abzudüngen und gleichzeitig "zeitgemäße" Schnitthäufigkeit durchzuführen, endet in kollabierten Beständen.
Daher muss auf das Düngermanagement großes Augenmerk gelegt werden.

Im Vergleich zu den Extensiven Wiesen weisen intensiv genutzte Bestände eine geringere Artenanzahl auf, weil häufigere Nutzung und größeres Nährstoffangebot nur wenige Arten bevorzugen.
Gerade Gräser wie das Wiesenrispengras oder das Englische Raygras (bis 800 m Seehöhe) ertragen eine häufige Nutzung sehr gut, wenn eine bedarfsgerechte Düngung vorgenommen wird.

Walter Starz

Der Beobachtung und Einschätzung des Pflanzenbestandes, sowie ein auf die unterschiedlichen Flächen abgestimmtes Bewirtschaftungskonzept sind in der biologischen Grünlandbewirtschaftung unverzichtbar, um dauerhaft zufriedenstellende Bestände und Ernten erwarten zu können!

Im Intensivgrünland gewinnt E-Raygras und Weißklee an Bedeutung
Bestand intensiver Nutzung

Foto: Walter Starz

intensiv nutzen darf nicht heißen, intensiv niederwalzen! Boden erträgt viel, aber nicht alles
Spurschäden müssen Einzelfälle bleiben

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA