Hoher Anspruch, denn Bio ist Premium

Die Biologische Landwirtschaft ist vor gut 50 Jahren angetreten, um eine Alternative zur konventionellen Landwirtschaft zu bieten, eine Alternative zur Maximierung der Erträge, die weitgehend ohne Rücksicht auf Ökologie, Betriebsorganismus und Eigenständigkeit der Betriebe geschah. In den 1990er Jahren, als die Schattenseiten der konventionellen Landwirtschaft immer deutlicher wurden, wurde die Bio-Landwirtschaft zur attraktiven Alternative, sowohl für die KonsumentInnen als auch für Verarbeitung und Handel und z. T. auch für die Agrarpolitik. Dieses schnelle Wachstum geschah jedoch nicht ohne negative Folgen für den Bio-Landbau. Diese Schattenseiten werden unter dem Stichwort „Konventionalisierung“ zusammengefasst.

Die in diesem Kapitel genannten Punkte stellen einen exemplarischen Versuch dar, Licht hinter manche Entwicklung zu bringen. Zu betonen ist:

Die eigentliche Leistung, nach der jede Bio-Landwirtschaft zu bewerten ist und auch kontrolliert wird, stellt die Einhaltung der beiden EU-Bio-Verordnungen 834/2007 und 889/2008 und weiterer z.T. privatrechtlicher, selbstgewählter Auflagen dar. Bei nachfolgenden Punkten handelt es sich vielfach um Erwartungen der KonsumentInnen, vielleicht auch um eine weite Interpretation der Grundwerte der Bio-Landwirtschaft. Es ist nicht zulässig, aus dieser kritischen Betrachtung Negativableitungen zu formulieren, da der ganzheitliche Ansatz hier nicht dargestellt werden kann.

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Reinhard Geßl

  • Welche Garantien bieten Lebensmittel aus Biologischer Landwirtschaft in jedem Fall?
  • Mit welchen marktwirtschaftlichen und agrarpolitischen Sachzwängen hat die Biolandwirtschaft zu kämpfen?
  • Wohin soll sich die biologische Landwirtschaft weiterentwickeln, um ihren Grundsätzen gerecht zu werden?
beim Biobäcker findet man das Bäckerhandwerk noch oft
nicht jeder Brotteig geht durch Bäckerhände...

Foto: Reinhard Geßl