Nur wo Bio drauf steht ist Bio drin.
Will man allerdings auf Nummer sicher gehen, dass man es tatsächlich mit Bio-Qualität zu tun hat, sollte man sich einzig und alleine an den Parametern der offiziellen Bio-Kennzeichnung orientieren.

Bio-Kennzeichnung

Bio-Produkte müssen gemäß EU-Bio-Verordnung (834/2007 und 889/2008 i.d.g.F.) sowie der nationalen Leitlinien (wie den österreichischen Lebensmittelcodex Kapitel A8) entsprechend gekennzeichnet werden.

Was muss auf dem Etikett stehen

  • Kontrollstellencode

Der Code der Bio-Kontrollstelle muss angeführt sein.
z.B.: AT-BIO-902

  • Verpflichtende Verwendung des EU-Bio-Logos seit 1.7.2010

Seit 1.7.2010 muss auf jedem vorverpackten Lebensmittel mit einem Bio-Anteil von mehr als 95% das EU-Bio-Logo sichtbar platziert sein.
Neben dem EU-Bio-Logo können auch das AMA-Bio-Zeichen (siehe Bio-Gütesiegel) und/oder das BIO AUSTRIA-Markenzeichen angeführt werden.
Umstellungsprodukte dürfen damit nicht gekennzeichnet werden.
EU-Bio-Logo: In speziellen Fällen kann die Farbe variieren, wie z.B. die Farbenkombination schwarz/weiß. Das Logo muss mindestens 9 mm hoch und 13,5 mm breit sein. Für sehr kleine Verpackungen darf die Höhe auf 6 mm verringert werden.

  • Kennzeichnung der Herkunft

Alle vorverpackten Bio-Lebensmittel müssen seit 1. Juli 2010 einen Hinweis auf die Herkunft der verarbeiteten Rohstoffe enthalten.
Die Angabe erfolgt unmittelbar unter dem EU-Bio-Logo.

Je nach Herkunftsland der Zutaten gibt es folgende Varianten:

aus EU-Landwirtschaft: Die Gesamtmenge an Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs stammt zu mind. 98 % aus der EU

aus Nicht–EU-Landwirtschaft: Die Erzeugnisse oder Rohstoffe werden aus Drittländern importiert.

aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft: Es werden nicht nur EU-Rohstoffe bei der Produktion eingesetzt.

aus österreichischer Landwirtschaft: Die Gesamtmenge an Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs stammt zu mind. 98 % aus Österreich.
Diese Kennzeichnungsart kann analog auch für andere Länder verwendet werden. Dabei kann es sich um ein EU-Land oder auch Drittland handeln, zum Beispiel Kaffee aus Ecuador.

Die Herkunftsbezeichnung und der Kontrollstellencode müssen sich im gleichen Sichtfeld befinden.
Die Herkunftsbezeichnung muss unmittelbar unter der Codenummer angeordnet sein.

Vorräte von Erzeugnissen, die vor dem 1. Jänner 2009 verordnungskonform produziert, verpackt und gekennzeichnet wurden, können weiterhin mit einem Bezug auf die biologische Produktion in Verkehr gebracht werden, bis die Vorräte aufgebraucht sind.

Markus Danner

Das grüne EU Bio-Logo ist auf allen verpackten Bioprodukten zwingend anzubringen. Ist keines zu finden, ist´s kein Bioprodukt!
EU Bio Logo
Das schwarze EU Bio Logo kann im Falle nichtfarbiger Etikettierung verwendet werden
EU Bio Logo SW
EU Logo, Kontrollstellencode und Herkunft sind neben den allgemeinen Inhaltsangaben die spezifischen Bio Kennzeichnungen
Produktetikettierung
für Verpacktes gilt die Regelung, unabhängig ob Verarbeitung, Gewerbe, Handel, Großhandel oder Landwirtschaft verpackt!
Die Etikettierungsvorschriften gelten für alle Marktteilnehmer

Fotos: Markus Danner/BIO AUSTRIA