Wer sich intensiv mit biologischer Landwirtschaft, der damit verbundenen Fragen der Bodenfruchtbarkeit und Ertragssicherheit auseinandersetzt, stößt eher früher als später auf die Rolle der hofeigenen Wirtschaftsdünger.

Sie spielen im Betriebsgefüge eines tierhaltenden Betriebes, seiner Wirtschaftlichkeit und der Gesundheit seiner Futterflächen eine wesentliche, oftmals tragende Rolle.

Die Rückführung der auf dem Betrieb gelagerten tierischen Ausscheidungen auf den Boden stellt die Schnittstelle des betrieblichen Stoffkreislaufes dar; die Überführung seines Endes in einen neuen Lebenszyklus, einen Neustart.

Dabei handelt es sich eben NICHT um eine Frage von NPK, sondern um die Frage, wie der Boden bzw. das darin atemberaubend vielfältige Leben genährt, in seinen umfassenden Funktionen gestärkt und unterstützt werden kann, um ihm jene Dynamik zu verleihen, die ihn befähigen, Jahr für Jahr gesunde Pflanzenbestände und ertragreiche Ernten hervorzubringen.

Das optimale „Füttern“ des Bodens mit hochwertigen organischen Düngern, vornehmlich hofeigenen Wirschaftsdüngern, stand von den ersten Bemühungen der Gründer an im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Um den angestrebten Zielen (aktive Böden, qualitativ hochwertige Kulturen, zufriedenstellende Erträge etc.) gerecht zu werden, stellt sich nach wie vor die Frage nach derjenigen Aufbereitungsform, Lagerung und Ausbringung, die mithilft, Bodenfruchtbarkeit zu mehren.

Der besondere Wert von Wirtschaftsdüngern:

  • sie schließen Stoffkreisläufe
  • bieten ein vielseitiges Nährstoffangebot
  • sind Futter für das Bodenleben
  • liefern Stoffe für die Humusbildung
  • können eine geringere Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit der Pflanze bewirken (Humusqualität)
  • sie sind eine betriebseigene Ressource!

Markus Danner

Die Biologische Landwirtschaft „lebt“ sozusagen von der optimalen Funktion des Systems Boden↔Bodenleben↔Pflanze.

Optimale Bodenfütterung ist für diese Systemfunktion von entscheidender Bedeutung!

  • Was sind die Vorteile von Wirtschaftsdüngern gegenüber synthetischen Nährstoffdüngern?
  • Welche positiven Eigenschaften zeichnen Festmist aus?
  • Welche Aufbereitungsmaßnahmen eignen sich für Festmist?
  • Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, dass Wirtschaftsdünger das Bodenleben stimulieren und nicht schädigen?
  • Worin können Gefahren bei der Gülle- und Jauchedüngung lauern? Welche Schädigungen können auftreten?
  • Was zeichnet eine im Sinne ihrer biologischen Wertigkeit und Bodenverträglichkeit „gute“ Gülle aus?
  • Welche Maßnahmen eignen sich zur Aufbereitung von Gülle bzw. Jauche?
  • Worin liegt die Bedeutung der begrenzten Anwendungsmengen? Welche Düngergaben werden empfohlen?
  • Was soll durch moderate Einzelgabenmengen verhindert bzw. bewirkt werden?
  • Welche Wirkungen werden vom Einsatz von Urgesteinsmehl erwartet?

Bodenbewirtschaftung und Düngung aus Sicht der