Eine Bearbeitung unserer Böden ist eigentlich nur soweit nötig, als dass ein sicherer Feldaufgang des Saatgutes sichergestellt wird und alle notwendigen Pflegemaßnahmen durchgeführt werden können.

Je besser die Struktur, umso weniger Bearbeitung ist sinnvoll – auch wenn sie leichter vonstatten ginge!

Aufgaben, Grundsätze, Ziele:

  • Erhalt bzw. Steigerung der Bodenfruchtbarkeit
  • Förderung der Lebensvorgänge im Boden
  • Behebung von vorhandenen Bodenschäden
  • Schaffen optimaler Wachstumsbedingungen für die Pflanzen
  • Beikrautregulierung durch Verschütten, Vergraben, Abschneiden, usw.

Bodenbearbeitungssysteme

Konventionelle wendende Bodenbearbeitung
Hier wird zu verschiedenen Zeitpunkten mit dem Pflug gearbeitet. Arbeitstiefe und Einsatzhäufigkeit haben wesentlichen Einfluss auf allfällige Nachteile des Pflugeinsatzes.

Konservierende Bodenbearbeitung
Hier wird ohne wendende Werkzeuge mehr oder weniger tief gelockert. Neben den verschiedenen Grubberarten kommen auch Scheibeneggen und weitere nicht wendende Geräte zum Einsatz.

Festbodenwirtschaft
Hier wird der Boden nur noch zur Saatgutablage bearbeitet. Zum einen versteht man darunter Systeme der Direktsaat. Im Biolandbau haben sich hier Zinkensämaschinen wie der Ecodyn etabliert, die Bearbeitungstiefe auf 4 – 5 cm beschränken. Ein ausschließliches Arbeiten mit Direktsämaschinen erscheint aufgrund des Beikrautdrucks nur bei einzelnen Fruchtfolgegliedern möglich.

Bei der Auswahl des Bodenbearbeitungsgerätes und beim Einsatzzeitpunkt geht es darum, die gewünschten Effekte zu erreichen, ohne zu große und nachhaltige Schäden zu verursachen!

pflugloses Dammkulturverfahren

Foto: Markus Danner/BIO AUSTRIA

...durch zu tief wendende, nicht sachgemäße Bodenbearbeitung!
vertorftes Maisstroh...

Foto: Heinz Köstenbauer