Biogemüse in Österreich

Der Selbstversorgungsgrad für Gemüse liegt in etwa bei 61%.
Bei einem pro Kopf Verbrauch von rund 110 kg Gemüse (Tendenz steigend) sind mit ca. 27 kg Tomaten mit Abstand das beliebteste Gemüse der Österreicher, gefolgt von Zwiebeln mit immerhin 10 kg pro Kopf und Jahr.

Niederösterreich liefert 95% des gesamten österreichischen Zwiebelbedarfs (bio und konventionell). Die Hauptzwiebelanbaugebiete liegen im Marchfeld und im Zwiebelland rund um Laa/Thaya. Weiters ist das Marchfeld bekannt für seinen Spargel und den Anbau von Spinat, Erbsen und Fisolen sowie für die Herstellung von Tiefkühlgemüse.

In Oberösterreich befinden sich die Hauptanbaugebiete an der Donau westlich von Linz im Eferdinger Becken und östlich von Linz im Machland.
In OÖ werden vor allem Kohlgemüse (Kraut, Kohl, Kohlrabi, Karfiol, Brokkoli und Chinakohl), Salate (Kopf- und Eissalat), Senf- und Salatgurken sowie Wurzelgemüse (Rote Rüben, Karotten, Sellerie, Bierrettich) und zunehmend auch Spargel angebaut.

Im Burgenland liegt das Hauptanbaugebiet im Seewinkel in den Gemeinden Wallern, St. Andrä, Pamhagen, Tadten, Andau, Frauenkirchen und Halbturn.

Das Zentrum des steirischen Gemüsebaues liegt in der klimabegünstigten Südoststeiermark und im Grazer Becken.
Im Freiland stellen Chinakohl, Kren, Salat, Kraut und Käferbohne die wichtigsten Kulturen dar.
Die flächenmäßig wohl bedeutendste Kultur in der Steiermark ist der steirische Ölkürbis.
Im geschützten Anbau werden vorwiegend im Folientunnel Tomaten (Paradeiser), Gurken, Paprika, Salat und in geringen Mengen auch Melanzani kultiviert.

Im Bundesland Salzburg ist der Gemüseanbau auf die Gegend um Wals konzentriert.

In Tirol gilt das Inntal als das Hauptanbaugebiet des Nordtiroler Gemüses. Die meisten Anbauflächen liegen im Schwemmland des Inns, das sich besonders gut für den Anbau von Frühgemüse eignet.
Die Tallagen rund um Innsbruck bieten ebenfalls ideale Voraussetzungen für den Anbau von Gemüse.

In Vorarlberg erfolgt der Anbau von Gemüse für die regionale Versorgung hauptsächlich im Rheintal.
In Kärnten sind einige Gemüsebaubetriebe im Klagenfurter Becken angesiedelt.

  • Was versteht man unter Feldgemüsebau?
  • Was versteht man unter gärtnerischen oder geschützten Anbau?
  • Wo liegen die Hauptanbaugebiete von Gemüsekulturen in Österreich?

Feldgemüse ist ein Sammelbegriff für Gemüse, das unter freiem Himmel angebaut wird. Zum Feldgemüse zählt man z. B.: Kohlgewächse, Salate, Zwiebeln, Spargel, Karotten, Petersilie, Rote Rüben u.v.a.
Diese Anbauart steht im Gegensatz zum gärtnerischen Gemüsebau, bei dem der Anbau in Glashäusern, Folientunneln erfolgt. Typische Kulturen des gärtnerischen oder geschützten Anbaues sind Paradeis, Salatgurken, Paprika.

Hotspots des Gemüseanbaus

Bio-Gemüseanbau erfolgt natürlich auch außerhalb der typischen Anbaugebiete.
Allerdings muß dabei bedacht werden, dass alle vermarktungs- und anbautechnischen Strukturen selbst organisiert werden müssen.
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